Wo geht’s denn hier nach Panama?

Mal ganz ehrlich, den Panamakanal kennt jeder. Und jeder weiß auch ungefähr wo Panama auf der Weltkarte liegt: Das dünne Stück zwischen Nord- und Südamerika, sonst wusste man bisher nicht viel darüber. Das hat sich nun seit Aufdeckung der „Panama Papers“ gründlich geändert!

Als „Panama Papers“ bzw. „Panama Papiere“ werden vertrauliche Unterlagen der panamaischen Rechtsanwaltskanzlei Mossack & Fonseca bezeichnet, die zahlreiche Steuer- und Geldwäschedelikte sowie den Bruch von UN-Sanktionen durch Kunden dieses Unternehmens belegen sollen. Infolge des 2,6 Terabyte großen Datenlecks gelangten am 3. April 2016 erste Inhalte an die Öffentlichkeit. Die Enthüllungen haben in zahlreichen Ländern öffentliche Debatten über Briefkastenfirmen, Steueroasen, Steuerdelikte und Steuermoral ausgelöst.

 

In einer hoch vernetzen Welt wird es immer wichtiger zu wissen wer wann, wie und wozu Zugriff auf welche Daten hat.

Der Tiger und der Bär, aus dem Comics und Zeichentrickfilmen von Janosch, wollten nach Panama um dann festzustellen, dass es zu Hause doch am Schönsten ist. Das hätten die Daten und Informationen aus den Panamapapieren auch besser so gemacht, oder noch besser, die Besitzer der Daten hätten besser darauf aufgepasst, oder noch besser, die Eigentümer der Daten hätten für Ihren brisanten Geschäftsvorfälle ein hohes Maß an Sicherheit gefordert. Und genau da fängt das Problem an, die Einen fordern die Sicherheit erst gar nicht ein und die Anderen setzen sie nicht um. Sicherheit und insbesondere IT-Sicherheit und im schlimmsten Fall Cyber-Sicherheit wird selten gewünscht, kaum gefordert und noch seltener effektiv umgesetzt. Dabei ist es in einer hoch vernetzen Welt immer wichtiger zu wissen wer wann, wie und wozu Zugriff auf welche Daten hat. Geklaute Daten sind ja nicht einfach nur weg, sondern zusätzlich noch woanders und deshalb bemerkt man es meistens auch erst wenn es zu spät ist.

 

 

Begriffsvielfalt trägt zur allgemeinen Verunsicherung bei

Allein die Begriffsvielfalt und die meist fälschliche Verwendung der Begriffe trägt zur allgemeinen Verunsicherung bei. Wie sind Informationen, Daten, Datenschutz, Cybersecurity, Cybercrime und Cyber-Spioange definiert und wie lassen sie sich voneinander abgrenzen? Alle diese Begriffe gehören irgendwie zusammen, sind technisch und organisatorisch komplex und die passenden Lösungen sind oft teuer, schwer zu nutzen und schwierig zu administrieren. Zusätzlich sind Fachkräfte mit entsprechenden Know-how spärlich gesät, mühsam zu finden und noch schwieriger langfristig an das Unternehmen zu binden.

 

Straftäter werden immer geschickter in der Entwicklung von digitalen Tricks um an Daten oder Geldmittel zu gelangen

Ein Jeder sollte sich generell überlegen welche Daten er produziert, wie wichtig diese Daten sind, wem man die Daten anvertraut. Dabei ist abzuwägen ob es Dritte gibt die viel mehr Interesse und Verwendungsmöglichkeiten mit den Informationen haben könnten als man selbst. Dass es einen Datenschutz geben sollte und das dieser in vielen Ländern gesetzlich geregelt ist, kann sich jeder vorstellen. Da stellt sich jedoch die Frage wie es mit dem Datenschutz in Panama bestellt ist oder gar in noch exotischeren Ländern, wo Daten neben Offshore Konten in Steueroasen liegen. Der Eindruck, dass IT- und Cybersicherheit nur etwas für Steuerhinterziehung, Briefkastenfirmen oder Datenverlagerer ist, soll dabei nicht erweckt werden. Vielmehr geht es darum, dass es bezahlbare Lösungen am Markt bereits gibt und ein Umdenken so schnell als möglich erfolgen muss, damit jeder den bestmöglichen Schutz seiner Daten und Systeme gewährleisten kann. Die aktuelle Welle von Verschlüsselungstrojaner zeigt, dass ungeschützte Daten auch auf der eigenen Festplatte entführt werden können. Straftäter werden immer geschickter in der Entwicklung von digitalen Tricks um an Daten oder Geldmittel zu gelangen. Und wer weiß, vielleicht liegen Ihre Daten in Panama neben den Daten der Straftäter, die Ihre Daten geklaut oder Sie um Ihr Geld betrogen haben.

 

Wie kann man seine Daten am besten schützen?

Aber wie stellt man es an, die Daten und Informationen so zu schützen, dass es Dritten schwerer fällt an diese heranzukommen? Als erstes muss dabei geprüft werden, welche relevanten Daten im Unternehmen produziert werden, wie und wo diese gespeichert werden. Danach sollte das Risiko von datenrelevanten Straftaten geprüft werden sowie geeignete Schutzmaßnahmen definiert und umgesetzt werden. Wichtig ist dabei die richtigen Maßnahmen zu definieren und diese auch konsequent umzusetzen. Voreilige Investitionen in IT Sicherheitsprodukte helfen nur da wo es absolut unabdingbar ist. Die Organisation und der auf Sicherheit ausgerichtete IT-Betrieb helfen Risiken zu vermeiden und langfristig Schutz von Cyberangriffen zu gewährleisten. Und dann können alle beruhigt schlafen und sagen: “Oh wie schön ist Panama“.

 

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